Archiv der Kategorie: Projekte

LiteraturLabor

Auch wenn das LiteraturLabor wegen Corona sofort nach seiner Premiere in den Dornröschenschlaf fiel, lade ich dazu ein, bestimmte Projekte gemeinsam anzugehen. Konkret suche ich Unterstützung für folgende Projekte:

  • Portraits internationaler AutorInnen aus der DDR. Das Manuskript ist vor dreißig Jahre aus Begegnungen mit Menschen entstanden, die einen doppelten Bruch in ihrer Biografie erlebt haben. Sie lebten in der DDR im Exil und haben zugleich in ihr ein Zuhause gefunden, das sich 1989 auflöste. In Interviews und in Texten reflektieren sie die DDR und ihr Ende auf ebenso anrührende wie nachdenkliche Art. Zu einigen der Autoren habe ich bereits wieder Kontakt aufgenommen, um ihr Einverständnis zur verspäteten Veröffentlichung einzuholen. Ich wünsche mir Unterstützung bei der weiteren Kontaktaufnahme und der redaktionellen Bearbeitung des Textes.
  • »Why Tango?« Die Tangolehrerin Veronica Toumanova hat mit ihren englischsprachigen Essays im Netz eine große Fangemeinde erobert. Sie versteht es, den Tango auf eine Art zu erklären, die all das, was ihn schwierig macht, leicht erscheinen lässt. Humorvoll, direkt, unprätentiös, das sind die Texte, die sich vor allem an Frauen richten, aber auch für Männer wichtige HIlfestellungen bieten. Im April 2019 war ich in Paris und habe ein Video-Interview mit Veronica Toumanova gemacht, weil ich per Crowdfunding eine Übersetzung finanzieren wollte. Doch der Aufwand überstieg mein Zeitbudget. Ich suche eine Übersetzerin oder jemanden, die/der das Crowdfunding organisiert.
  • »Ich sehne mich nach wilden Küssen«. Mit ihren freiziügigen Gedichten sorgte die Wiener Schauspielerin Ada Christen Mitte des 19. Jahrhunderts für Schlagzeilen. Nach ihrer Eheschließung zog sie sich völlig aus dem literarischen Geschehen zurück. Ich möchte ihre Gedichte neu verlegen und hatte für das Cover auch bereits die Rechte an einem wunderbar passenden Bild von Jeanne Mammen gekauft sowie begonnen, einen Essay zu schreiben. Ich suche Unterstützung bei der Neusichtung der Gedichte, der redaktionellen Bearbeitung, ggf. auch der Fortführung des Begleit-Essays zu der Lyrikerin.
  • »Mein Herz gleicht einem Gottesacker«. Wohl niemand hat Trauer in solch anrührende Verse gepackt wie Louise Brachmann, die zeitgleich mit Goethe und Schiller lebte, viele Verluste hinnehmen musste und verzweifelt versuchte, sich als professionelle Schriftstellerin zu etablieren. Als sie sich nach einer gescheiterten Liebe das Leben nahm, versank sie in Vergessenheit. Ich möchte ihr ein Denkmal aus ihren eigenen Versen setzen und habe auch einen Essay über sie begonnen. Ich suche Unterstützung bei der Sichtung der Gedichte, der redaktionellen Bearbeitung sowie ggf. der Fortführung des Essays.
  • Erzählungen. Kolumnen.  Für einen Band mit Erzählungen und ein Buch mit neuen Tango-Kolumnen suche ich eine/n Erstleser/in bzw. ein/e Lektor/in mit Interesse für die Spätfolgen der NS-Zeit.

Ab März 2020: Nach dem Motto »Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade daraus« lädt joanmartin herzlich ein ins neue LiteraturLabor, um gemeinsam neue literarische Projekte anzuschieben (oder auch alte Themen neu zu entdecken).

Egal ob ihr bereits eine Idee habt oder nur einfach neugierig seid und wissen wollt, wie aus einem Thema ein Buch oder eine Lese-Projekt wird, kommt vorbei, lernt Leute kennen, die sich wie ihr für Literatur interessieren, lasst euch überraschen.

Infolge von Corona fällt das LiteraturLabor zunächst aus. Für den Newsletter könnt ihr euch per E-Mail anmelden.

Nach Corona ist geplant, dass das LiteraturLabor immer am zweiten Sonntag eines Monats um 12:00 Uhr stattfindet. Die Adresse erfahrt ihr, wenn ihr euch anmeldet, am besten per E-Mail, gern aber auch per Telefon: (030) 764 03 793. Der Start war am Internationalen Frauentag am Sonntag, 08. März 2020.