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„Grundsätze“
(62 Bodentafeln hinter Glas, Rauminstallation).

Auch Sätze haben einen Körper. In ihm werden sie Bild. Die Ausstellung "Grundsätze" zeigt 62 Sätze zum Thema Auschwitz und Kunst auf dem Boden (Grund), über den die BesucherInnen gehen.

Indem sie ein verlangsamtes Lauf- und Leseverhalten bewirken, relativieren sie den Blick auf Sprache. Das "Umgehen" der Bilder wird zum Umgang mit Sprache. Ihr entschlüpft eine Lyrik, die sich als dreidimensionales Textbild auf dem Boden entfaltet, gleichzeitig vage und klar.

Die Bodenausstellung kann in großen Räumen und (bei entsprechender Witterung) auch im Freien ausgelegt werden. Das Foto zeigt sie auf dem Dach des Hufelandhauses, Hegelplatz 1 in Berlin-Mitte.
"WortSpiele" (3 Wortinstallationen):

Die drei Wortinstallationen zeigen Worte im Raum, die sich selbstbewusst gegenüber ihren BetrachterInnen positionieren.

Die "WortSamen"
1,80 x 0,30 m, laden zum Zugreifen ein. Als kleine Geschenke liegen Gedichte wie Tomatensamen in einem Topf. Wer lesen will, muss sich entscheiden sie zu öffnen.
 
Die Laufzeile "Als die Lyrik laufen lernte"
zeigt auf einem Computerbildschirm das Gedicht "Hoffnung" (Katharina Schäfer). Das Lesetempo wird von der Computereinstellung bestimmt. Der Text entzieht sich seiner Verbildlichung und fließt. Lyrik als Spiel mit Lesezeit.
Das Tryptichon "Das Kreuz mit der Schönheit",
0,50 x 1,50 m, fragt nach dem Maßstab von Schönheit. Das Kreuz bildet sich aus den Worten "nackt & geschminkt". Wer in die Spiegel schaut, sieht in allen dasselbe. Ästhetik beginnt mit (Vor-)Urteilen.
Die drei Objekte gehören zusammen, können aber auch einzeln ausgestellt werden.